Zahnersatz und Ästhetische Plastische Chirurgie
   


Punkte zur Berücksichtigung vor der Haarverpflanzung


Obwohl die Haarverpflanzung eine relativ komplikationslose Operation ist, sind dennoch einige Punkte zu berücksichtigen. Hiermit sollen Probleme während und nach der Operation ausgeschlossen werden.


Medikamente und chronische Erkrankungen

Zunächst sollten die Patienten alle Medikamente, Nahrungsmittel und Ähnliches vermeiden, was zu einer erhöhten Blutungsneigung führen kann. Auch bei dieser Operation werden dem Körper leichte Wunden zugefügt, die nach der Operation nachbluten können. Hierunter fallen vor allem Medikamente mit den Wirkstoffen Heparin, Acetylsalicylsäure und Anderes. Marcumar und weitere Medikamente, wie Spritzen gegen Thrombose, dürfen ebenfalls nicht verwendet werden. Eine vermehrte Blutungsneigung ist auf dem Beipackzettel der Medikamente verzeichnet. Auch Antirheumatika sollten vor der Verpflanzung vermieden werden. Bei Unklarheiten sollte ein Arzt befragt werden. Dies gilt insbesondere für die Einnahme einer Dauermedikation. Die Einnahmen sollte mindestens zwei Wochen vor der Operation enden. Gleiches gilt für Medikamente gegen Herzleiden wie Beta-Blocker. Patienten, die wegen einer dauerhaften Erkrankung Medikamente einnehmen müssen, sollten dies vorher mit ihrem Hausarzt abklären. Auch lokal auf der Kopfhaut angewendete Medikamente müssen dem Chirurgen vor der Operation bekannt sein. Ansonsten besteht das Risiko, dass die Betäubung nicht ausreichend wirkt. Zugleich könnte das Operationsergebnis beeinträchtigt oder Blutungen ausgelöst werden.


Nahrungs- und Genussmittel

Neben den Medikamenten gibt es Nahrungsmittel die Blutungen auslösen und verstärken können. Am Tag der Operation sollten keine koffeinhaltigen Getränke eingenommen werden. Neben Kaffee sollte auch auf schwarzen Tee und Erfrischungsgetränke verzichtet werden. Auch Koffeintabletten, die eine sehr hohe Dosis des Wirkstoffs enthalten, sollten vermieden werden. Auch die Vitamine B und E fördern die Neigung zu Blutungen. Deshalb sind Multivitamipräparate und Lebensmittel mit sehr hohem Gehalt dieser Vitamine zu vermeiden. Auch Alkohol wirkt ungünstig, weshalb er vor jeder Operation vermieden werden sollte.


Vor der Operation

Um Komplikationen nach der Operation zu vermeiden sollte der Genuss von Tabakwaren vermieden werden. Starke Raucher sollten versuchen, den Konsum der Zigaretten stark einzuschränken. Durch das Nikotin könnten die Heilungsphase verzögert werden. Gleichzeitig erhöht sich durch das Rauchen die Infektionsgefahr. Am Morgen vor der Operation sollten Patienten nochmals Frühstücken. Die örtliche Betäubung greift nicht in den Kreislauf ein, so dass dies problemlos möglich ist. Mit dem Frühstück können Wartezeiten überbrückt werden, beispielsweise wenn die Verpflanzung erst für den Nachmittag angesetzt wurde. Beim morgendlichen Duschen sollten die Haare noch einmal gewaschen werden. Mittel wie Haarspray, Gel und Ähnliches sollte danach nicht mehr verwendet werden. Patienten sollten eine Mütze bereithalten, die verstellbar ist. Dadurch können die operierten Stellen abgedeckt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Kopfbedeckung nicht reibt oder unangenehme Nähte aufweist. Die Bekleidung sollte so gewählt werden, dass sie leicht aus- und anziehbar ist. Gut geeignet sind Hemden, da sie nicht über den Kopf gezogen werden müssen. Zugleich dürfen die Haare vor der Operation nicht geschnitten werden, da die Länge der Haare wichtig ist und die Haare zur Abdeckung eventueller Nähte und Operationsfelder genutzt werden können. Zu beachten ist auch, dass zwölf Stunden nach der Operation das Führen eines Fahrzeuges ausgeschlossen ist.


Haartransplantation wurde am 23.10.2010 12:37 Uhr aktualisiert.

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