Zahnersatz und Ästhetische Plastische Chirurgie
   


Alles über Haarverpflanzung/Haartransplantation als Frage und Antwort



Eine Haartransplantation oder Eigen-Haarverpflanzung ist für Personen die unter Haarausfall leiden eine gute Alternative. Allerdings sollte vor einer Haarverpflanzungen immer auch der Hausarzt befragt werden um OP-Risiken abzuwägen.

Für wen ist die Methode geeignet?

Haarverpflanzungen sind für Männer geeignet, die unter genetisch bedingtem und durch die Hormone ausgelösten Haarausfall leiden. Grund für den Haarausfall ist das durch die Hormone bedingte Absterben der Zellen, aus denen sich die Haare bilden. Daraus ergibt sich der Umstand, dass die Haare zunächst dünner werden. Später findet kein Wachstum mehr statt. Im letzten Stadium fallen die Haare, bedingt durch den natürlichen Zyklus, aus. Da keine Haare mehr nachwachsen, bleibt die Stelle an der die Haare ausgefallen sind kahl. Die Haarverpflanzung stellt bei dieser Problematik die besten und dauerhafteste Lösung dar.

Gibt es eine Altersgrenze?

Die Anwendung richtet sich nach der Problematik des genetisch bedingten Haarausfalls. Das Alter ist für die Behandlung nicht entscheidend. Die Verpflanzung kann daher in jedem Alter stattfinden. Der Zeitpunkt für die Behandlung richtet sich nach der Symptomatik. Ist die Haut unter dem Haupthaar deutlich sichtbar, dann wachsen nur noch an rund der Hälfte der ursprünglichen Stellen Haare. Hierin ist die Indikation für die Verpflanzung zu sehen – unabhängig vom Alter des Patienten.

Sollte dennoch eine Alterseinschränkung eingehalten werden?

Die Verpflanzung kann zwar in jedem Alter erfolgen, dennoch sollte ein höheres Lebensalter für die Behandlung gewählt werden. Der Grund hierfür liegt darin, dass das Haupthaar ab dem Zeitpunkt des ersten Auftretens den Rest des Lebens ausfällt. Nach einigen Jahrzehnten verringert sich allerdings die Geschwindigkeit des Ausfalls. Wer in jüngeren Jahren behandelt wurde hat somit eine höhere Anzahl an Transplantationen zu absolvieren, als Menschen die sich der Behandlung in späteren Jahren unterziehen. Die Grundregel lautet daher: Die erste Transplantation so spät wie möglich, und auch bei der zweiten Verpflanzung einen möglichst späten Zeitpunkt wählen.

Wie lange dauert eine Haartransplantation?

Die Dauer der eigentlichen Operation richtet sich danach, wieviel Haar verpflanzt werden soll. In der Regel beträgt die reine Operationszeit zwischen drei und fünf Stunden. Zur Nachbehandlung sollten mindestens zwei Tage eingerechnet werden. Je nach persönlicher Situation können auch längere Zeiträume notwendig werden.

Wann wachsen die Haare nach der Operation?

Direkt nach der Operation entstehen Verkrustungen, die durch die natürlichen Blutungen bei der Verpflanzung entstehen. Das Haar ist während der nächsten Tage täglich mindestens einmal zu waschen. Hierdurch wird weitere Krustenbildung vermieden. Nach sieben bis zehn Tagen sind die Verletzung verheilt, so dass die Verkrustungen abfallen. Mit dem verschwinden der Krusten fallen auch die verpflanzten Haare zunächst aus. Die Haarwurzeln bleiben allerdings erhalten, so dass sich neue Haare bilden. Nach 15 bis 30 Tagen sind die ersten Haare zu sehen. Danach wird sich die Zahl der Haare monatlich steigern, und nach einem Jahr ist das volle Ergebnis der Verpflanzung ersichtlich.

Gibt es Nebenwirkungen oder Risiken der Haarverpflanzung?

Die Operation wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Direkte Schädigungen durch die Operation sind bisher noch nicht beobachtet worden. Allerdings können körperliche Reaktionen bei einer Unverträglichkeit des Narkosemittels auftreten. Solche Begleiterscheinungen sind allerdings nur selten zu beobachten.

Wie werden die neuen Haare aussehen?

Das Ergebnis und somit das Aussehen der Haare ergibt sich durch die verwendete Technik. Das spätere Aussehen richtet sich nach der Größe der verwendeten Areale und der Richtung in der die Haare eingesetzt werden. Wurden angemessene Größen verwendet, die in natürlicher Wuchsrichtung eingesetzt wurden, so werden die neuen Haare kaum vom ursprünglichen Haarwuchs zu unterscheiden sein.

Gibt es neue Verpflanzungstechniken?

Derzeit ist die „Follicular-Unit-Extraction“ Standard in der Haarverpflanzung. Hierbei werden Haare aus dem Haarkranz entnommen. Dies geschieht unter Verwendung eines Metallröhrchens mit einem Durchmesser von einem Millimeter. Durch die Verwendung des Röhrchens kann auf Schnitte und anschließende Nähte verzichtet werden. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Heilung nach der Behandlung.

Werden in Zukunft neue Verfahren zur Verfügung stehen?

Momentan stehen für genetisch bedingte Haarausfälle keine weiteren Methoden mit vergleichbarem Ergebnis zur Verfügung. Neue Versuche konzentrieren sich allerdings darauf, entnommene Haare künstlich zu vermehren. Die vermehrten Haare könnten dann in den betroffenen Stellen eingesetzt werden. Allerdings liegen derzeit keine Ergebnisse vor, so dass dieses Verfahren wahrscheinlich erst in einigen Jahrzehnten angewendet werden kann.


Haartransplantation wurde am 23.10.2010 12:37 Uhr aktualisiert.

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